1 # Geheimnisse von Krakau – Die Bar im Rathaus
Manche Geheimnisse von Krakau liegen näher, als man denkt. Gleich in der Altstadt, genauer gesagt im Rathausturm, verbirgt sich das erste davon. Wenige wissen, dass sich vor Jahrhunderten in den Mauern des Rathauses eine Schenke namens „Piwnica Świdnicka“ befand, benannt nach einem der schlesischen Biere aus Świdnica, die dort ausgeschenkt wurden. Dieser Ort hatte einen zweifelhaften Ruf, denn seine Stammgäste waren einige der buntesten Figuren Krakaus. Mit der Zeit erhielt die Schenke sogar den wenig schmeichelhaften Spitznamen „Schweinekeller“.
2 # Die Folterkammer
Die düstere Aura der Piwnica Świdnicka wurde noch verstärkt durch die Nutzung der angrenzenden Räume, in denen ein Gefängnisverlies und… eine Folterkammer eingerichtet waren. Die Ausstattung dieser Krakauer Folterstätte, später „Tortorni“ genannt, jagt einem noch heute Schauer über den Rücken. Einige der Folterinstrumente können bis heute im Haus von Jan Matejko besichtigt werden – er kaufte sie einst von der Stadt – sowie in der „Kaciejnora“, einem privaten Untergrundmuseum eines Sammlers.
3 # Totenlaternen – geheimnisvolle Orte in Krakau
Schon der Name deutet darauf hin, dass es sich hierbei nicht um gewöhnliche städtische Laternen handelte. Neben der Beleuchtung hatten sie eine zusätzliche, unheimliche Funktion. Die Totenlaternen waren kleine steinerne Bauten mit Lampen, die meist in der Nähe von Friedhöfen oder Spitälern aufgestellt wurden. Ihr Licht signalisierte den Vorübergehenden, dass dieser Ort nicht für die Lebenden bestimmt war – und man ihn besser schnell verlassen sollte. Auch heute kann man in Krakau noch einige dieser Laternen finden, doch inzwischen dienen sie nur als historische Schmuckstücke und jagen längst nicht mehr denselben Schrecken ein wie vor Jahrhunderten.
4 # Bunker, Schutzräume und die unterirdische Stadt
Man sagt, dass in Nowa Huta – einem der neueren Stadtteile Krakaus – die meisten Gebäude mit Schutzräumen versehen wurden. Das wäre an sich nichts Ungewöhnliches, wenn nicht alle miteinander verbunden sein sollten, sodass ein unterirdisches Stadtgefüge für die Bewohner im Falle einer Gefahr entstehen konnte. Heute können Besucher drei erhaltene historische Orte besichtigen: das Kommandozentrum im Gebäude des Kombinats, einen Schutzraum in einem Wohnblock sowie die Untergeschosse des ehemaligen Kinos Światowid. Alle befinden sich in bemerkenswert gutem Zustand, und wer in der Nähe ist, sollte unbedingt die Relikte dieser unvollendeten unterirdischen Stadt mit eigenen Augen sehen.
5 # Villen wie aus einem Horrorfilm – Villa Mira und Oskar Schindlers Villa
Fast jede Stadt besitzt Häuser, die zugleich Angst und Faszination hervorrufen und neugierige Besucher magisch anziehen. Krakau hat zwei besonders eindrucksvolle Beispiele – die Villa Mira am Plac Lasoty und die Villa von Oskar Schindler. Die Architektur der ersten erinnert entweder an mittelalterliche Burgen oder… an ein Vampirschloss aus klassischen Horrorfilmen. Die zweite verdankt ihre Bekanntheit der Geschichte des deutschen Industriellen, der während des Zweiten Weltkriegs viele seiner jüdischen Arbeiter vor dem Tod in Konzentrationslagern rettete. Beide Gebäude sind zumindest von außen sehenswert, da sie leider nicht für Touristen zugänglich sind.
Dunkle Orte in Krakau – Zusammenfassung
Die obigen Beispiele zeigen, dass Krakau weit mehr verbirgt, als in gängigen Reiseführern zu finden ist. Für alle Reisenden, die alternative Sehenswürdigkeiten und ungewöhnliche Geschichten lieben, wird die Stadt garantiert nicht enttäuschend sein. Also zögere nicht – buche jetzt ein Zimmer in einem Hotel im Zentrum von Krakau oder einem Hotel in Bronowice und entdecke alle dunklen Geheimnisse von Krakau!